Autofahren in Europa - Das sollte man wissen

Autofahren in Europa

In den aktuell 27 EU Mitgliedsstaaten gibt es Unterschiede bei den Verkehrsgesetzen. Im Wiener Abkommen von 1968 jedoch wurde ein Schilderkatalog der wichtigsten Verkehrsgebote und Verbote festgelegt, die man in ganz Europa zu Grunde legt. Einige Besonderheiten gilt es bei länderübergreifender Autofahrt jedoch zu beachten.

Der gültige Führerschein des Herkunftslandes ist mitzuführen, ebenso der Personalausweis oder ein Pass und die Fahrzeug-Zulassungspapiere. Das Mitführen der grünen Versicherungskarte ist hilfreich aber nicht verpflichtend – einen europäischen Unfallbericht sollte man im Gepäck haben. Kennzeichen müssn mit einer Kennzeichnung des Herkunftslandes versehen sein.

Begleitetes Fahren von Fahrzeugführern unter 18 Jahren ist im Ausland verboten. In allen Fahrzeugen – also auch in Reisebussen - gilt seit Mai 2006 die Gurtpflicht, beim Führen eines Motorrades Helmpflicht für alle Benutzer.

Beim Autofahren in Europa ist die Handynutzung ist in allen Ländern der EU untersagt, in Griechenland, Irland und Spanien ist die Nutzung von Freisprechanlagen zudem verboten.

In folgenden Ländern gilt das Gebot des Tagfahrlichtes auf Autobahnen: Dänemark, Estland, Finnland, Italien, Ungarn und Österreich, in Litauen und Lettland von Anfang September bis Ende März. Frankreich und die Niederlande geben hier nur eine Einschaltempfehlung ab.

Spanienfahrer sollten stets zwei Warndreiecke im Wagen haben, die im Bedarfsfall vor und hinter dem Fahrzeug aufzustellen sind. Alle anderen EU Staaten geben sich mit einem Warndreieck zufrieden, ein Fehlen wird mit 15,-bis 140,- Euro geahndet. Reflektionswarnwesten gehören in den Innenraum des Fahrzeugs und sind in Österreich, Belgien, Spanien, Frankreich, Italien und Portugal erforderlich. In Dänemark, Italien oder Spanien sind Ersatzlampen vorgeschrieben, in Belgien der Feuerlöscher.

Beim Autofahren in Europa auf Geschwindigkeit und Promillegrenze achten

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen der europäischen Staaten unterscheiden sich voneinander. In einigen Ländern gelten Tempolimits für Fahranfänger oder besondere Witterungsverhältnisse.

Das Limit in geschlossenen Ortschaften liegt in der Regel bei 50 km/h und ist lediglich in Großbritannien mit 48 km/h und in Polen mit 60 km/h in der Nacht und der Slowakei mit grundsätzlichen 60 km/h verschieden.

Autobahnen sind beim Autofahren in Europa wie folgt zu befahren:

In Zypern sind100 km/h erlaubt, in Schweden 110km/h, in Großbritannien 112 km/h, in Belgien genauso wie in Bulgarien, Finnland, Griechenland, Holland, Spanien, Irland oder Portugal 120 km/h.

In Deutschland (außer auf unbegrenzten Abschnitten) Dänemark, Frankreich, Österreich, Litauen, Luxemburg, Polen, Ungarn, der Tschechei sowie Rumänien, Slowenien und der Slowakei 130 km/h. In Italien sind einige Abschnitte für ein Tempolimit von 150 km/h ausgewiesen.

Geschwindigkeitsübertretungen können teuer werden. Hier ist von 10,- bis 3000,- Euro alles drin. Achtung: Das teuerste System zur Ermittlung des Bußgeldes gibt es in Finnland, denn es berechnet sich proportional zum Fahrereinkommen

Alkohol ist auf allen Straßen der EU nahezu tabu. Eine 0,5 Promille Grenze gibt es in 15 Mitgliedsstaaten.

0 Promille allerdings gelten in Estland, Ungarn, der Tschechei, Slowakei und Rumänien.

Ein etwas anderes, in Firmen jedoch sehr häufig genutztes, Gefährt ist der Gabelstapler. Zwar erreicht dieser meist nur sehr niedrige Geschwindigkeiten, dennoch ist ein entsprechender Staplerschein dafür in den meisten EU-Ländern nötig. Ohne diesen ist eine Fahrt mit dem Stapler genauso verboten wie eine führerscheinlose Fahrt mit dem PKW.